Transparenz
Vergütung: wer uns bezahlt und wofür
Die vollständige Struktur unserer Vergütung, die Interessenkonflikte, die sie erzeugt, und die Fragen, mit denen Sie jede Antwort darauf überprüfen können.
Wer wie bezahlt wird, entscheidet mehr über eine Empfehlung als jede Produkteigenschaft. Deshalb steht diese Seite nicht im Kleingedruckten, sondern in der Hauptnavigation — und sie legt auch die Konflikte offen, die zu unserem eigenen Modell gehören.
Die drei Bausteine
Eine Vergütung in dieser Anlageklasse kann aus drei Quellen kommen. Jede Quelle steht unten mit dem Konflikt, den sie erzeugt.
| Baustein | Wer zahlt | Betrag | Interessenkonflikt |
|---|---|---|---|
| Erstgespräch (ca. 30 Min.) | nach Vereinbarung | Konditionen nennen wir vorab | keiner aus dem Gespräch selbst — es begründet keine Zeichnung |
| Bestandsaufnahme und Analyse | der Kunde | nach Vereinbarung | Interesse an Umfang; deshalb vorher schriftlich begrenzt |
| Laufende Begleitung | der Kunde | nach Vereinbarung | Interesse an Fortsetzung; jederzeit kündbar |
| Zusatzaufwand nach Zeit | der Kunde | nach Vereinbarung | Interesse an Stunden; deshalb nur nach vorheriger Freigabe |
| Produktseitige Vergütung | der Anbieter aus dem Produkt | je Angebot offengelegt | Interesse an Zeichnung und am höher vergütenden Produkt |
Warum die letzte Zeile die wichtigste ist
Produktseitige Vergütung ist nicht verboten und nicht automatisch schlecht — sie ist aber der einzige Baustein, bei dem die Höhe vom gewählten Produkt abhängt. Damit hängt an der Empfehlung ein Betrag, den der Kunde nicht sieht. Zwei Formen kommen vor: eine einmalige Zahlung bei Zeichnung, häufig aus dem Ausgabeaufschlag, und eine laufende Zahlung aus der Verwaltungsgebühr über die gesamte Laufzeit.
Was wir festlegen, um den Konflikt zu begrenzen
- Betrag vor Leistung. Vor jedem kostenpflichtigen Schritt liegt der Betrag schriftlich vor. Kein Schritt beginnt, den Sie nicht freigegeben haben.
- Vergütung wird produktbezogen offengelegt. Wenn ein Angebot produktseitige Vergütung enthält, nennen wir sie für dieses Angebot — nicht als allgemeine Spanne, sondern als konkrete Angabe im Vergleich der Angebote.
- Ein „nicht jetzt“ darf nichts kosten. Endet ein Mandat ohne Beteiligung, bleibt die Bestandsaufnahme das Ergebnis — die Vergütung dafür hängt nicht daran, ob gezeichnet wird.
- Keine Vergütung für Volumen. Keine Staffel, kein Bonus und keine Zielvereinbarung, die von der Höhe der gezeichneten Summe abhängt.
Die vier Fragen an jeden Berater
- Wer bezahlt Sie für dieses Gespräch und für eine Empfehlung?
- Ändert sich Ihre Vergütung, wenn ich Produkt A statt Produkt B zeichne — und um wie viel?
- Erhalten Sie laufende Zahlungen aus dem Produkt, in welcher Höhe und über welchen Zeitraum?
- Was verdienen Sie, wenn ich am Ende nichts zeichne?
Stellen Sie diese Fragen ausdrücklich auch uns. Eine ausweichende Antwort ist eine Antwort. Dieselbe Logik liegt der Due-Diligence-Checkliste zugrunde, die die Fragen an den Produktanbieter enthält.
Häufige Fragen
Warum steht hier kein Preis?
Was ist der Unterschied zwischen Honorar und produktseitiger Vergütung?
Welcher Interessenkonflikt bleibt bei einem Honorar?
Erhalten Sie Zahlungen von Anbietern?
Was sollte ich jeden Berater fragen?

Wenn Sie das mit jemandem durchrechnen wollen
Ein erstes Gespräch dauert etwa 30 Minuten und endet nicht zwangsläufig mit einer Empfehlung. Wenn eine Beteiligung in Ihrer Lage nicht passt, sagen wir das.